Garten

Anbauplan für meinen Gemüsegarten

4. Mai 2021
gemuesegarten_anbauplan

Zu Beginn eines neuen Jahres steht eine der schwierigsten Aufgaben an: den Anbauplan für meinen Gemüsegarten festlegen. Dazu wir sammeln erste Ideen und legen eine Wunschliste an. Die Liste der Anbaukandidaten wird dabei von Jahr zu Jahr länger. Doch leider wächst meine Anbaufläche nicht im gleichen Maße wie die Wunschliste länger wird. Meine Anbaufläche besteht aus einem ca. 4,5 m x 3,5 m großen Bodenbeet und einem 2,0 m x 0,8 m großen Hochbeet. In Summe kommen wir also auf eine Anbaufläche von ca. 17 qm. Der Platz ist also begrenzt und muss gut genutzt werden. Mehr Informationen zu meinen Beeten findest du in diesem Blogpost.

Um ein gutes Ernteergebnis zu erzielen, achte ich bei der Wahl der Gemüsesorten auf drei Faktoren:

  1. Heimische Gemüsesorten
  2. Passende Partner finden
  3. Fruchtfolge beachten

Nutze ich in meinem Gemüsegarten heimische Sorten, die z.B. schon sehr lange in meiner Region angebaut werden, erhöht sich meine Chance, dass auch ich das Gemüse erfolgreich anbauen kann. Dabei solltest du auch deine individuelle Gartensituation beachten. Steht dein Beet z.B. im Halbschatten ist es vielleicht kein idealer Standort für eine Pflanze mit hohem Wärmebedarf. Diese Informationen entnehme ich in der Regel dem Katalog meines Saatgutanbieters meines Vertrauens Bingenheimer Saatgut (Unbeauftragte Werbung). Auf diese Weise kann ich die ersten Gemüsesorten bereits von meiner Liste streichen.

Augen auf bei der Partnerwahl

Ja, das gilt ganz besonders beim Gemüsegarten. Denn durch eine gute Partnerwahl kannst du das Wachstum deiner Pflanzen positiv beeinflussen. Jede Pflanze hat andere Ansprüche. Um erfolgreich anzubauen, sollten Beetnachbarn idealerweise unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse haben. So kommen sie sich nicht in die Quere und nehmen sich nicht gegenseitig die Nährstoffe weg.

Welche Gemüsesorten gut zueinander passen kannst du in vielen Büchern oder auch im Internet nachlesen. Ich nutze hierfür das Buch von Silke Kluth: „Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger“ (Unbeauftragte Werbung) und kann es euch sehr empfehlen. Das Buch enthält neben einem Partner-Planer auch zahlreiche Pflanzenportraits und konkrete Beispiele für Beetzusammensetzungen. Das Buch begleitet den Leser vom Einstieg in den Gemüseanbau bis zum Ende des zweiten Anbaujahres. Es berücksichtigt dabei auch die verschiedenen Beetformen und deren besondere Bedürfnisse. Dieses Buch begleitet mich schon seit wir vor ein paar Jahren das erste Mal Gemüse im Hochbeet angebaut haben und wird noch immer bei Fragen rund um die Partnerwahl konsultiert.

Ich weiß, was ich letzten Sommer angepflanzt habe

Wie beschrieben, haben Pflanzen unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse. Daher reicht es nicht aus nur auf einen passenden Beetnachbarn zu achten, sondern auch was im vorangegangenen Jahr an dieser Stelle angebaut wurde. Unter dem Begriff Fruchtfolge wird also der Wechsel der Gemüsearten in aufeinanderfolgenden Jahren verstanden. Die Pflanzen werden nach ihrem Nährstoffbedarf in Schwachzehrer, Mittelzehrer und Starkzehrer unterteilt. Schwachzehrer, dazu zählen z.B. Radieschen oder Zwiebeln, haben einen geringen Bedarf an Stickstoff, während Starkzehrer wie z.B. Tomaten oder Kürbisse einen größeren Bedarf haben. Um auch in den kommenden Jahren Beete mit nährstoffreichen Böden zu haben, solltest du nach einem Starkzehrer im kommenden Jahr an der gleichen Stelle einen Mittelzehrer und noch ein Jahr später einen Schwachzehrer anbauen.

Den Tipp den ich Dir jetzt gebe, klingt total trivial, ist aber ein echter Gamechanger. Schreibe deine Anbauplanung auf. Nicht auf irgendeinem Notizzettel, sondern am besten in ein richtiges Gartennotizbuch. Eines das du im Folgejahr zur Hand nimmst und dann wieder nachvollziehen kannst, was du letztes Jahr alles angepflanzt hast. Woher ich das weiß? Rate mal 😉

Für deine Anbauplanung solltest du am besten auch eine Skizze anfertigen, wie du das Beet unterteilst. Wo stehen also die Möhren, wo die Zwiebeln, etc. Ich notiere mir zusätzlich auch wann ich bei den einzelnen Sorten mit der Anzucht oder Aussaat begonnen haben.

Mein Anbauplan 2021

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Und damit fängt nun das Tetris im Gemüsegarten an. Ich notiere meine passenden Anbaupärchen und gehe meinen Anbauplan aus dem vorangegangenen Jahr durch. Nach einiger Hin- und Herschieberei findet sich meist für alles ein guter Platz. Mach Dir aber auch nicht zu viele Gedanken, wenn mal etwas auf dem Papier nicht so gut zueinander passt. Bei mir ist z.B. der Fenchel im Hochbeet neben den Stangenbohnen gelandet, nicht ideal aber vielleicht klappt es ja trotzdem.

Was baue ich in meinem Bodenbeet an
  • Stangenbohne Neckarkönigin
  • Salatgurke Tanja
  • Knoblauch (Sorte unbekannt)
  • Karotte Miranda
  • Rote Bete Chioggia
  • Zucchini Cocozelle von Tripolis
  • Kohlrabi Rasko
  • Sellerie (Sorte unbekannt)
Was baue ich im Hochbeet an
  • Stangenbohne Neckarkönigin
  • Knollenfenchel Fino
  • Mangold Selektion Sunset
  • Mangold Glatter Silber 3
Was kommt ins Tomatenhaus
  • Stabtomate Quadro
  • Runde Freilandtomate Moneymaker
  • Cherrytomate Zuckertraube

Was baust du in diesem Jahr an?

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2 Comments

  • Reply Saftiger Zucchini-Schoko-Kuchen • Ringel & Blume 24. Juli 2021 at 7:28 am

    […] sich mein Erntekörbchen jeden Tag ein bisschen mehr. Doch eine Dame gibt besonders Gas – Cocozelle von Tripolis. Die alte, italienische Zucchinisorte ist recht anspruchslos und versorgt uns mit grün […]

  • Reply Knoblauch anbauen und ernten • Ringel & Blume 22. September 2021 at 11:35 am

    […] angebauten Knoblauch zur Vermehrung. Dazu suche ich die schönsten und größten Knollen aus. Mein Beet ist ca. 90 cm breit und 3,5 m tief. Hierzu benötige ich 4 Knollen, so dass ich in Summe 50 […]

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