Mach es selbst Challenge Rezepte

Gemüsebrühe-Pulver selber machen

15. März 2022
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In meiner Küche darf Gemüsebrühe nicht fehlen. Ich nutze sie gerne für Suppen, Saucen und vieles mehr. Ein Blick auf die Zutatenliste fertiger Produkte zeigt: das hat wenig mit Gemüse zu tun. Dafür stecken umso mehr Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Zucker drin. Vor ein paar Jahren habe ich deshalb begonnen mein Gemüsebrühe-Pulver selber zu machen. Nach etlichen Experimenten habe ich mittlerweile ein erprobtes Grundrezept. Je nach Jahreszeit variiere ich schon mal die ein oder andere Zutat. Ich stelle euch aber heute meine liebste Kombination im Rahmen meiner Mach es selbst! Challenge vor.

Natürliche Geschmacksverstärker

Der intensive Geschmack der Gemüsebrühe entsteht durch das Trocknen des Gemüses. Das Gemüse wird dabei möglichst klein geschnitten und langsam und schonend getrocknet. Am besten geht das im Dörrautomat, aber auch im Backofen. Um das intensive Aroma von Instant Gemüsebrühen auch ohne künstliche Zusätze hinzubekommen, darf eines nie fehlen: Pilze! Denn sie enthalten Glutaminsäure, die für ein herzhaftes Aroma sorgen. Sie sind also ein natürlicher Geschmacksverstärker.

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Neben den verschiedenen Gemüsesorten ist Salz ein weiterer Bestandteil. Und zwar ein immens wichtiger. Denn nur mit dem richtigen Salzverhältnis schmeckt die Brühe richtig gut. Gleichzeitig trägt das Salz zur Konservierung des Gemüsebrühepulvers bei. Es entzieht die Feuchtigkeit und damit den Mikroorganismen die Lebensgrundlage. Gut durchgetrocknetes Pulver kann luftdicht verschlossen ohne Probleme mehrere Monate gelagert werden.

Haltbare Gemüsebrühe selber machen

Zutaten:

  • 2 große Karotten
  • 2 Lauchstangen
  • 1/4 von einem kleinen Knollensellerie
  • 4 – 5 Champignons
  • 1 Spitzpaprika
  • 1 Handvoll Cherrytomaten (optional)
  • 6 Knoblauchzehen
  • 50 g Petersilie
  • 20 % Salz (Abhängig vom Gewicht des Gemüses)
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Zubereitung:

  1. Das Gemüse gründlich waschen und putzen.
  2. Damit das Gemüse schnell trocknet, solltest du es möglichst klein schneiden. Ich reibe z.B. die Karotten und den Sellerie sehr fein mit einem Multizerkleinerer. Den Lauch schneide ich wie auch die Spitzpaprika in dünne Ringe, Knoblauch und Champignons in dünne Scheiben. Die Petersilie hacke ich klein. Cherrytomaten schneide ich in Viertel.
  3. Wichtig: Wiege nun das gesamte Gemüse, um den späteren Salzbedarf zu ermitteln und notiere Dir das Ergebnis.
  4. Das Gemüse wird nun entweder im Dörrautomat oder im Backofen getrocknet. Ich verwende meist ein Dörrgerät und dörre bei 60 ° C. Die Trocknungsdauer ist von deinem Gerät und deiner Gemüsemenge abhängig. Je feiner dein Gemüse ist, umso schneller trocknet es. 6 bis 8 Stunden sind aber dennoch voraussichtlich notwendig. Möchtest du den Backofen nutzen, solltest du die Temperatur so niedrig wie möglich einstellen. Verwende unbedingt die Umluftfunktion. Die Backofentür lässt du am besten einen Spalt weit offen, damit die Feuchtigkeit rausziehen kann.
  5. Prüfe mit deinen Händen, ob das Gemüse gut durchgetrocknet ist. Damit das Gemüsebrühpulver haltbar ist, darf keine Restfeuchtigkeit mehr enthalten sein.
  6. Sobald das Gemüse trocken ist, vermischt du es mit dem Salz. Dazu nimmst du 20% Salz vom frischen Gemüsegewicht. Bei einem Kilogramm Gemüse, kommen also 200 g Salz hinzu.
  7. Die Salz-Gemüsemischung kannst du nun in einem Multizerkleinerer oder einer Gewürzmühle fein mahlen, bis ein Pulver entsteht.
Gemüsebrühe

Dein selbstgemachtes Gemüsebrühe-Pulver füllst du am besten in ein luftdicht verschlossenes Glas und lagerst es an einem dunklen Ort. Auf diese Weise ist es mehrere Monate haltbar. Für eine kräftige Brühe nehme ich einen gehäuften Esslöffel auf 1 l Wasser.

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2 Comments

  • Reply Kirsten 16. März 2022 at 8:21

    Das werde ich auf jeden Fall probieren:-)
    Muss es im Backofen auch ca. 6 Stunden trocknen?
    Liebe Grüße
    Kirsten

    • Reply Steffi 16. März 2022 at 9:17

      Liebe Kirsten,

      im Backofen geht es in der Regel etwas schneller, weil die Fläche größer ist als bei den meisten Dörrgeräten. Die Trocknungszeit kannst du positiv beeinflussen indem du das Gemüse so klein wie möglich schneidest und ganz dünn auf dem Backblech verteilst. Viel Spaß beim ausprobieren.

      Liebe Grüße
      Steffi

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