Mach es selbst Challenge Rezepte

Passierte Tomaten einkochen

1. August 2022
Passierte_Tomaten_einkochen

Es gibt kaum etwas was für mich für den sommerlichen Garten steht wie rote, sonnengereifte Tomaten. Egal ob kleine, süße Cocktailtomaten, festere Salattomaten oder pralle Fleischtomaten. Ich lieb sie einfach alle. Deshalb dürfen sie in meinem Garten auch nie fehlen. Und damit ich auch im Herbst und Winter noch ein wenig den Sommer genießen kann, versuche ich so viele Tomaten wie möglich haltbar zu machen. Heute zeige ich euch ein richtiges Basisrezept, das jeder aus dem Supermarkt kennt: passierte Tomaten. Dabei ist es so einfach, dass man es auch hervorragend selber machen und einkochen kann. Perfekt für meine „Mach es selbst – Challenge

Die richtigen Tomaten auswählen

Fleischtomaten

Passierte Tomaten sind ein richtiger Allrounder in der Küche. Im Gegensatz zu fertigen Tomatensoßen werden sie komplett ungewürzt verarbeitet und sind dadurch vielseitig verwendbar. Sie überzeugen also durch ihren intensiven Tomatengeschmack. Deshalb solltest du nur vollreife Früchte mit intensivem Aroma verwenden. Um passierte Tomaten selber zu machen eignen sich besonders Eier- oder Flaschentomaten wie z.B. die San Marzano oder aber auch Fleischtomaten, die jeweils viel Fruchtfleisch und wenig Wasseranteil haben. Da meine Tomaten im Garten noch nicht reif sind, habe ich über Crowdfarming (unbeauftragte Werbung) sonnengereifte Fleischtomaten aus dem Freiland bestellt. Die Tomaten sind dann direkt vom Bauern aus Spanien zu mir geschickt worden.

Passierte Tomaten selber machen – so geht’s

Du benötigst nur Tomaten, einen großen Topf und idealerweise eine Flotte Lotte, also ein Passiergerät. Wasche die Tomaten gründlich, entferne den Strunk und schneide die Tomaten in grobe Stücke. In einem großen Topf werden die Tomaten nun erstmals für einige Zeit erhitzt, bis die Stücke zerfallen. Die Dauer ist maßgeblich von deiner Menge abhängig.

Tomaten_in_Flotte_Lotte

Sobald die Tomatenmenge zusammengesackt ist, kommt die Flotte Lotte zum Einsatz. Du benötigst einen Einsatz mit kleinstmöglichen Löchern, damit die Kerne aufgefangen werden. Nun passierst du also alle Tomaten nach und nach. Die Schale und die Kerne bleiben nun in der Passiermühle, Saft und Tomatenmark fließen in eine Schüssel oder einen Topf.

Die passierten Tomaten werden nun erneut im Topf erhitzt. Dieses Mal bringst du alles zum Kochen, damit die Passata, noch etwas eindicken kann. Auch hier ist die Dauer wieder von deiner Menge abhängig. Als Anhaltspunkt: ich habe meine ursprünglich 5 kg ca. 30 Minuten köcheln lassen. Dabei solltest du immer wieder umrühren, damit nichts am Topfboden anbrennen kann.

Die Gläser vorbereiten

Damit du auch länger etwas von deinen passierten Tomaten hast, kannst du sie auch einkochen. Du benötigst dazu Weck- oder Twist-off-Gläser, die du in einem Topf ausgekochen oder in der Spülmaschine im heißtesten Programm spülen lässt. Einkochringe, Glasdeckel oder Twist-off-Deckel solltest du ebenfalls in einem Topf auskochen. Dazu füllst du soviel Wasser in den Topf, damit alles gut bedeckt ist. Gib noch einen Schuss Essig dazu, damit du später keine Kalkflecken auf dem Glas hast. Und nun lässt du alles für ein paar Minuten sprudelnd kochen. Anschließend lagerst du die ausgekochten Gegenstände in heißem Wasser bis du sie verwendest.

Passierte Tomaten einkochen

Passata_im_Einkochtopf

Die Passata füllst du noch heiß in die vorbereiteten Gläser und verschließt sie sofort. Anschließend kommen die Gläser nun in einen Einkochautomat. Befülle den Topf mit Wasser, so dass die Gläser zu 3/4 mit Wasser bedeckt sind. Das Wasser muss dabei die gleiche Temperatur haben wie die Gläser. Gib noch ein bisschen Essig in das Wasser, damit die Gläser nicht verkalken. Die passierten Tomaten müssen nun für 30 Minuten bei 90 Grad eingekocht werden. Die Zeit beginnt dabei erst wenn die Zieltemperatur erreicht wurde. Nach dem Ende der Einkochzeit entnimmst du die Gläser und lässt sie an einem zugfreien Ort auskühlen. Kühl und Dunkel gelagert sind die passierten Tomaten ungefähr ein Jahr haltbar.

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4 Comments

  • Reply Dorit 1. August 2022 at 19:26

    Danke für die detaillierte Anleitung! Als einkochneuling sind so konkrete Angaben wirklich Gold wert 🙂 macht es einen Unterschied beim Einkochen, wenn man nur püriert statt passiert?

    Liebe Grüße

    Dorit

    • Reply Steffi 1. August 2022 at 19:35

      Liebe Dorit,

      das freut mich, dass Dir die Anleitung hilft und gefällt. Nein, ob du die Tomaten pürierst oder passierst macht aus Sicht des Einkochens keinen Unterschied. Das hat einfach nur mit der Konsistenz der Passata zu tun. Klassisch wird passiert, weil man damit eine sämigere Konsistenz hinbekommt.

      Liebe Grüße und viel Spaß beim ausprobieren!
      Steffi

      • Reply Dorit 1. August 2022 at 19:47

        Ah gut ok, ich danke dir für die schnelle Antwort! Auf mich warten auch noch 5 kg leckere fleischtomaten, die verarbeitet werden wollen. Gestern einige Kilo fertige Soße für den Froster, die hält nicht lange bei meinen Raubtieren hier 😂 und die anderen will ich das erste Mal als pure Soße, so wie du, einkochen. Hatte jetzt erst Premiere mit meinem Automat mit Gewürzgurken, die noch im Keller vor sich hin ziehen dürfen und nun geht’s an die Tomaten 🤗🤗🤗🤗

        Nun muss ich nur noch mit mir aushandeln, ob ich mich noch heute Abend oder morgen an den Herd stelle 🙈🤣🤣🤣

        Ich wünsche dir eine schöne Woche!

        • Reply Steffi 1. August 2022 at 19:57

          Vielen Dank, das wünsche ich Dir auch!

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