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Es gibt Gerichte, die schmecken einfach nach Zuhause – nach Gemütlichkeit, Kindheit und schönen Stunden am Küchentisch. Spätzle gehören definitiv dazu! Ich erinnere mich noch daran, wie meine Oma den Spätzleteig mit einem Kochlöffel und mit unendlicher Geduld geschlagen hat, bis er „Blasen wirft“. Natürlich mussten die ersten dampfenden Spätzle direkt genascht werden. So gut!
Falls du Spätzle bisher nur aus der Packung kennst, verspreche ich dir: Spätzle selber machen ist eine ganz andere Liga! Sie sind fluffiger, haben mehr Biss und sind einfach ein unvergesslich gut. Ob als Beilage, cremige Käsespätzle oder als schwäbischer Klassiker mit Linsen und „Saitewürschtle“ – einmal selbst gemacht, willst du sie nie wieder anders essen.
Und damit du nicht jedes Mal neuen Spätzleteig anrühren musst, verrate ich dir, wie du Spätzle einfrieren kannst, damit du immer einen Vorrat hast.
Warum du Spätzle selber machen solltest
Vielleicht fragst du dich: Lohnt sich der Aufwand wirklich? Immerhin gibt es fertige Spätzle in jedem Supermarkt zu kaufen. Ich verrate dir, warum ich nicht mehr auf selbst gemachte Spätzle verzichten möchte.
✨ Der Geschmack ist unschlagbar – Gute Zutaten, Zeit und ganz viel Liebe sorgen für unglaublich fluffige Spätzle. Sie haben Biss und nehmen Soßen ganz wunderbar auf.
💛 Du bestimmst die Zutaten – Für mich der wichtigste Punkt, Spätzle selber zu machen: Keine Zusatzstoffe, kein unnötiger Kram – nur gutes Mehl, frische Eier und eine Prise Salz. Und wenn du schon selbst Spätzle machst, lohnt es sich, auf hochwertige Zutaten zu setzen: Am besten nimmst du Eier von glücklichen Hühnern – vielleicht sogar aus dem eigenen Garten oder von einem Bauernhof in deiner Nähe. Das macht nicht nur geschmacklich einen Unterschied, sondern unterstützt auch eine nachhaltigere Landwirtschaft.
👩🍳 Es macht Spaß! – Spätzle schaben oder durch die Presse drücken hat etwas Beruhigendes. Egal ob Anfänger oder Kochprofi, jeder findet das richtige Werkzeug. Und wenn du einmal den Trick raus hast, geht es schneller, als du denkst.
🌿 Unendliche Variationen – Du kannst Abwechslung reinbringen, indem du zum Beispiel Kräuter oder fein püriertes Gemüse in den Teig mischst. Wie wäre es zum Beispiel mit Kürbisspätzle oder vielleicht lieber eine grüne Bärlauch-Variante?
Und das Beste? Spätzle zu machen ist viel einfacher, als du vielleicht denkst. Also schnapp dir eine Schüssel und los geht’s – du wirst begeistert sein!
Das richtige Mehl für perfekte Spätzle

Ein entscheidender Faktor für gelungene Spätzle ist das richtige Mehl. Damit die Spätzle fluffig und bissfest werden, verwende ich am liebsten ein Spätzlemehl. Leider ist der Ausdruck Spätzlemehl keine einheitlich genutzte Typenbezeichnung und so findest du im Handel unterschiedliche Zusammensetzungen.
Wenn ich im Rezept von Spätzlemehl spreche, dann verstehe ich darunter eine Mischung aus Weizenmehl Typ 405 und Hartweizengrieß. Diese Mehlmischung wird als griffig bezeichnet. Das bedeutet, dass die Korngröße größer ist als beim fein vermahlenen Mehl. Dadurch erhält der Teig die nötige Stabilität zur Verarbeitung und die Nudeln bleiben schön bissfest.
Falls du kein fertiges Spätzlemehl hast, kannst du es auch ganz einfach selbst mischen. Nimm dazu 80 % Weizenmehl Typ 405 und 20 % Hartweizengrieß.
Spätzle selber machen – Welche Methode passt zu dir?
Um Spätzle selber zu machen, gibt es viele verschiedene Wege. Du kannst pressen, hobeln oder schaben. Dabei gibt es kein richtig oder falsch. Es kommt einfach darauf an, welche Technik dir am besten liegt:
Vom Spätzlebrett schaben ist die klassische, schwäbische Methode. Dabei wird der Teig dünn auf ein Holzbrett gestrichen und dann mit einem Messer ins kochende Wasser geschabt. Auf diese Weise entstehen lange, dünne Spätzle. Auch wenn es praktisch ist, dass man kein besonderes Werkzeug benötigt, so bedarf diese Methode doch einiges an Übung und auch der Teig darf nicht zu fest sein, sonst lässt er sich nicht gut aufs Brett streichen.
Im Gegensatz dazu, sind Spätzlepressen* auch für Anfänger gut geeignet. Dabei wird der Teig in den Behälter gegeben und anschließend durchgedrückt. Auch hier sollte der Teig nicht zu fest sein, damit er gut durch die Presse gleitet.

Spätzlehobel* und Spätzlereibe* funktionieren ganz ähnlich. In beiden Fällen reibt man den Teig durch Metallauflage. Der Unterschied liegt alleine darin, dass beim Hobel ein Aufsatz an der Reibe befestigt ist, der hin und hergeschoben wird. Bei der Spätzlereibe wird der Teig mit einer Teigkarte bewegt.
Ich habe sowohl einen Spätzlehobel, als auch eine Spätzlereibe. Ich bevorzuge aber ganz klar die Spätzlereibe. Beim Hobel setzt sich, zumindest bei meinem Gerät, regelmäßig der Teig in der Führungsschiene ab und dann wird es immer schwerer den Wagen zu bewegen. Bei der Spätzlereibe gelingen die Spätzle immer, egal ob der Teig mal flüssiger oder fester ist.
Spätzleteig: Das beste Grundrezept für hausgemachte Spätzle
Das Schöne am Spätzle selber machen? Du brauchst nur wenige Zutaten, die du vermutlich sowieso meist zu Hause hast.
Zutaten für den Spätzleteig:
Rezept für 4 Portionen – Die Menge ist ausreichend um z. B. Käsespätzle zu machen. Möchtest du die Spätzle als Beilage genießen, reicht das halbe Rezept aus.
- 500 g Spätzlemehl
- 4 Eier
- 200 – 250 ml lauwarmes Wasser
- 1/2 TL Salz
Den Spätzleteig richtig zubereiten – so geht’s
- Spätzlemehl in eine große Schüssel geben und mit dem Salz vermischen.
- Eier und Wasser hinzugeben und mit einem Kochlöffel oder Handrührgerät verrühren.
- Nach und nach das Wasser dazugeben und alles gründlich vermengen. Der Teig sollte jetzt sehr zähflüssig sein. Wenn er noch zu fest ist, noch ein wenig Wasser hinzugeben.
- Jetzt kommt der wichtigste Schritt: damit der Teig schön elastisch wird, schlägst du ihn kräftig mit einem Kochlöffel. Damit geht es meiner Erfahrung nach einfach am besten. Ja, das ist ein kleines Arm-Workout, aber es lohnt sich!
- Der Teig ist fertig, sobald beim schlagen Blasen entstehen. Dabei kannst du meistens auch ein leises „Blob“ hören.
- Lass ihn jetzt abgedeckt für 15 Minuten ruhen. So hat das Mehl und der Grieß ausreichend Zeit aufzuquellen.
Spätzle kochen

- Während der Teig ruht, setzt du schon mal einen Topf mit Wasser auf und bringst es zum kochen. Salz hinzugeben.
- Stelle eine Schüssel und einen Schaumlöffel* bereit.
- Jetzt wird der Spätzleteig portionsweise verarbeitet. Je nach gewählter Methode werden die Spätzle nun ins heiße Salzwasser geschabt, gepresst oder gehobelt.
- Lasse die Spätzle kurz im kochenden Wasser ziehen. Sobald sie hochsteigen, sind sie fertig gegart. Nimm die fertigen Spätzle mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser und lass sie kurz abtropfen. Gib sie anschließend in eine Schüssel und mach mit der nächsten Portion weiter.
- Wenn der gesamte Spätzleteig verarbeitet ist, kannst du die fertigen Spätzle direkt servieren, nochmal kurz in Butter schwenken oder weiterverarbeiten.
Spätzle einfrieren – so bleiben sie monatelang frisch
Auch wenn sich der Aufwand in Grenzen hält, so ist im Alltag manchmal trotzdem nicht genug Zeit um Spätzle immer frisch zuzubereiten. Deshalb liebe ich es einen kleinen Spätzlevorrat zu haben.
Die beste Methode, um Spätzle haltbar zu machen, ist für mich das Einfrieren! Wie das am Besten geht und was du dabei beachten solltest, erfährst du in diesem Kapitel.
Die Zubereitung der Spätzle bleibt genau so wie ich es im vorherigen Abschnitt beschrieben habe. Ich passe lediglich die Menge an und vervierfache das Rezept. Nach dem Kochen nehme ich die Spätzle mit dem Schaumlöffel aus dem Topf, lasse sie gründlich abtropfen und gebe sie in eine große Schüssel. Bei größere Mengen kommt meine praktische Edelstahl Wanne* zum Einsatz. Damit sich später kein Kondenswasser bildet, müssen die Spätzle vor dem verpacken gut auskühlen.

Die abgekühlten Spätzle werden nun portioniert und gut verpackt. Überlege Dir erstmal welche Portionsgrößen für dich ideal sind. Ich portioniere die Spätzle am liebsten in 500 g und 250 g Einheiten. 500 g sind für uns ideal als Beilage, möchte ich Käsespätzle machen, nehme ich einfach zwei Einheiten. Die 250 g Einheiten sind kleine Notfallrationen, wenn ich noch eine zusätzliche Beilage benötige.
Zum Einfrieren kannst du die Spätzle z.B. in gefriergeeigneten Dosen, Glasbehältern oder Gefrierbeutel verpacken. Wenn du ein Vakuumiergerät* hast, kannst du die Spätzle auch vakuumieren. So luftdicht verschlossen, benötigen sie im Gefrierschrank wenig Platz und sind perfekt für die längere Kühlung vorbereitet. Auf diese Weise sind die eingefrorenen Spätzle bis zu 6 Monate haltbar.
Spätzle einfrieren und auftauen
Um die selbstgemachten Spätzle aus dem Gefrierschrank zu verwenden, kannst du sie natürlich einfach auftauen lassen. Bedeutend schneller geht es aber, wenn Du sie unaufgetaut in kochendes Salzwasser gibst. Lass sie ein paar Minuten in einer Schüssel mit kaltem Wasser antauen.
In der Zwischenzeit bringst du Wasser in einem Topf zum kochen. Wenn die Spätzle angetaut sind und sich ein wenig voneinander lösen, nimmst du sie aus der Verpackung und lässt sie ganz kurz aufkochen. Sobald sie wieder einzeln hochschwimmen, kannst du sie abschöpfen.
Häufige Fragen zum Spätzle selber machen und auf Vorrat halten
Spätzle selber machen lohnt sich!
Wie du siehst: Spätzle selber machen ist kein Hexenwerk. Alles was du brauchst sind gute Zutaten, dann macht sich der Spätzleteig fast von selbst. Mit dem Einfrieren hast du eine einfache Möglichkeit Spätzle haltbar zu machen. In Zukunft steht deinem Spätzlevorrat also nichts mehr im Weg.
Hast du schon mal Spätzle selbst gemacht? Welche Technik benutzt du am liebsten? Schreib es mir in die Kommentare!
Viel Spaß beim Nachkochen & guten Appetit!
Ich finde es total toll, dass du extra ein Mehlmischrezept mit reingeschrieben hast, lieben Dank.
Sehr gern! Hier im Süden ist Spätzlemehl überall erhältlich, aber ich war mir nicht sicher, ob das auch in anderen Gegenden so ist.
Ganz lieben Dank für diesen tollen Artikel. Ich freue mich sehr darüber!!!
Ich freu mich, dass dir der Artikel gefällt!