Gewächshaus reinigen: Die besten Tipps für ein sauberes Gewächshaus!

Grünes Gewächshaus mit Polycarbonatplatten in einem Garten, umgeben von Beeten mit frisch vorbereiteter Erde.

Stell dir vor, du öffnest die Tür deines Gewächshauses – und statt üppigem Grün erwartet dich ein trüber Schleier aus Algen, Kalkflecken und Spinnweben. Das Sonnenlicht kämpft sich nur noch mühsam durch die Scheiben, und in den Ecken haben sich kleine ungebetene Gäste eingenistet. Höchste Zeit um das Projekt Gewächshaus reinigen anzugehen.

In diesem Artikel erfährst du, warum du dein Gewächshaus regelmäßig reinigen solltest, wann der beste Zeitpunkt dafür ist, welche Methoden sich bewährt haben und mit welchen Reinigungsmitteln du dein Gewächshaus umweltfreundlich zum Strahlen bringst.

Warum du dein Gewächshaus regelmäßig reinigen solltest

Ein Gewächshaus im Garten zu haben, ist für viele Gärtnerinnen und Gärtner ein großer Traum. Damit es auch nach vielen Jahren noch gute Erträge liefert, ist eine regelmäßige Pflege und Reinigung notwendig.

Ein schmutziges Gewächshaus sieht nicht einfach nur ungepflegt aus, sondern kann auch einen negativen Einfluss auf dein Ernteergebnis haben. Denn Schmutz, Grünbelag oder Pilzsporen bilden einen perfekten Nährboden für Schädlinge und Krankheiten. Gleichzeitig dringt durch Schmutz weniger Licht ins Innere des Gewächshauses, was ebenfalls zu einer schlechteren Pflanzenentwicklung führen kann.

Das regelmäßige Reinigen und Pflegen deines Gewächshauses sorgt also für

Schutz vor Schädlingen und Krankheiten
eine bessere Lichtausbeute
eine längere Lebensdauer des Gewächshauses

Der beste Zeitpunkt zum Gewächshaus reinigen

Damit dein Gewächshaus dauerhaft optimale Lichtverhältnisse bietet, ist eine gründliche Reinigung mindestens einmal im Jahr sinnvoll. Der beste Zeitpunkt dafür ist entweder im Herbst, nachdem die letzte Ernte abgeschlossen ist, oder im frühen Frühjahr, bevor die ersten Pflanzen wieder ins Gewächshaus einziehen.

  • Frühjahrsputz (Februar / März): Beim Säubern entfernst du Schädlinge, Pilzsporen und Algen, die sich über den Winter angesammelt haben. Gründliche Reinigung innen und außen.
  • Herbstreinigung (Oktober / November): Pflanzenreste, Rankgitter, Tomatenspiralen und ähnliche Hilfsmittel entfernen und gründlich säubern. Innen grobe Reinigung, außen nach Bedarf
  • Zusätzliche Reinigung bei Bedarf z.B. bei konkretem Krankheitsbefall. Minimiert das Risiko einer weiteren Ausbreitung.

Welche Reinigungsmittel sind am besten zum Gewächshaus reinigen?

Beim Gewächshaus reinigen solltest du auf natürliche Reinigungsmittel setzen, um deine Pflanzen und die Umwelt zu schützen. Chemische Reiniger können Rückstände hinterlassen, die sich negativ auf den Boden auswirken können. Besteht dein Gewächshaus aus Polycarbonatplatten besteht zudem die Gefahr, dass aggressive Reiniger die Oberfläche beschädigen.

Reinigungsmittel für eine sanfte Reinigung

Deine Wahl sollte auf ein möglichst natürliches Mittel wie Schmierseife fallen. Denn sie ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch schonend für das Material deines Gewächshauses. Alternativ kannst du auch ein biologisch abbaubares Spülmittel verwenden. Um sicherzugehen, dass sich deine Reinigungsmittelwahl mit deinem Gewächshaus verträgt, schaust du am besten vorab in deine Bauanleitung oder auf der Webseite des Herstellers nach.

Weitere Hilfsmittel für eine gründliche Reinigung

Damit deine Scheiben nicht verkratzen, nimmst du am besten nur weiche Bürsten, Schwämme und Tücher zum putzen. Hohlkammerplatten sind besonders kratzempfindlich. Deshalb solltest du hier auch Tücher und Schwämme rechtzeitig beim sauber machen auswechseln, damit kleine Schmutzpartikel nicht die Oberfläche verkratzen können.

Gewächshaus reinigen in 4 einfachen Schritten

1. Vorbereitung

Bevor es so richtig losgehen kann, wird im Gewächshaus erstmal aufgeräumt. Eventuell vorhandene Pflanzenreste, Töpfe, Rankhilfen und weitere Hilfsmittel wie Gewächshausheizungen sollten ausgeräumt werden, so dass die Gewächshauswände gut zugänglich sind.

Entferne an den Wänden und in den Ecken groben Schmutz, Blätter und Spinnweben. Dazu verwende ich am liebsten einen weichen Besen oder Handfeger. Arbeite dabei immer von oben nach unten.

Um das Gewächshaus schonend zu reinigen, verwende ich eine milde Seifenlauge. Dazu gebe ich etwas Schmierseife in einen Eimer mit warmem Wasser und rühre bis sie sich im Wasser aufgeöst hat.

2. Innenreinigung – Grünbelag und Schmutz loswerden

Mit einem weichen Schwamm oder einem Tuch werden als erstes alle Metallteile feucht abgewischt. Auch hier gilt wieder: von oben nach unten arbeiten. Die Fenster öffne ich und säubere auch die Fensterrahmen gründlich. Und auch in Ecken und Fugen findet sich besonders viel Schmutz. Dort kann eine kleine Bürste oder Zahnbürste bei der Reinigung hilfreich sein. Abschließend alles gründlich mit klarem Wasser abspülen.

Als nächstes sind die Dachflächen und Wände dran. Auch hier beginnst du wieder von oben und arbeitest dich nach unten vor. Bei Gewächshäusern mit Polycarbonatflächen solltest du sehr vorsichtig vorgehen und wirklich nur weiche Tücher und Schwämme verwenden, da die Oberflächen sehr schnell verkratzen können und damit z.B. UV-Beschichtungen beschädigt werden. Nach dem Wischen wieder alles gründlich mit klarem Wasser abspülen

Bei starkem Grünbelag kann es sein, dass ein einmaliger Putzvorgang nicht ausreicht. Im Internet wird zur Entfernung von Grünbelag gerne Essig und Natron empfohlen. Bei beidem solltest du vorsichtig sein und erst die Angaben deines Gewächshaus-herstellers überprüfen.

3. Außenreinigung – Scheiben und Rahmen säubern

Du beginnst wieder mit dem groben Schmutz und kehrst alles mit einem weichen Besen ab, wie immer von oben nach unten. Hat dein Gewächshaus eine Regenrinne, dann sollte auch sie gründlich gereinigt werden. Entferne alle Blätter und sonstigen Fremdkörper und damit das Wasser ungehindert abfließen kann.

Auch außen setze ich wieder auf die Reihenfolge: erst alle Aluminium-Teile, dann die Verglasung. Erst Dach, dann Wände. Um die Dachflächen des Gewächshauses zu reinigen kann z.B. ein Bodenwischer mit ausziehbarem Teleskopgriff hilfreich sein. Wenn alle Flächen gereinigt sind, wird wieder alles gründlich mit klarem Wasser abgespült.

Sobald alles wieder sauber ist, öffne ich die Fenster, damit die Feuchtigkeit im Gewächshaus entweichen kann.

4. Bewegliche Teile auf Funktionalität prüfen

Das Reinigen des Gewächshauses ist eine gute Gelegenheit um auch den allgemeinen Zustand zu checken. Überprüfe, ob Dichtungen und Fugen in Ordnung sind. Sind sie spröde oder rissig, dann solltest du unbedingt ausbessern oder auswechseln.

Auch auf bewegliche Teile solltest du einen Blick werfen und deren Zustand überprüfen. Dazu gehören Türen, egal ob Scharnier- oder Schiebetüren sowie weitere Teile, und Fenster. Sind sie leichtgängig oder müssen sie etwas geschmiert werden?

In vielen Gewächshäusern sind auch automatische Fensteröffner verbaut. Steigt die Temperatur im Gewächshaus über einen vorher definierten Wert, dann öffnet sich das Fenster automatisch. Diese automatischen Öffner werden im Winter meist stillgelegt. Nach dem Frühjahrsputz ist deshalb ein guter Zeitpunkt um sie wieder zu aktivieren und ihre Funktion zu überprüfen.

Deine Fragen zur Gewächshausreinigung

Das regelmäßige Gewächshaus reinigen sorgt nicht nur für mehr Licht und gesündere Pflanzen, sondern verlängert auch die Lebensdauer deiner Gewächshauskonstruktion. Mit den richtigen Hausmitteln, Werkzeugen und ein wenig Sorgfalt bleibt dein Gewächshaus sauber und optimal für den Anbau deiner Lieblingspflanzen vorbereitet.

Hast du schon Erfahrung mit der Reinigung deines Gewächshauses? Welche Methoden haben bei dir am besten funktioniert? Teile deine Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren – ich freue mich auf deine Meinung!

Noch mehr Tipps rund um den Frühjahrsputz im Garten bekommst du beim aktuellen Beitrag der Mitmachaktion „Mach Wissen haltbar„.

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